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Calci D - Hasan

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Das Medikament ist eine Kombination aus dem Mineralstoff Calciumcarbonat und dem Vitamin Colecalciferol (Vitamin D). Es wird bei bestehendem Mangel an beiden Stoffen, sowie zur unterstützenden Therapie bei Osteoporose eingesetzt.

Calciumcarbonat ist ein Lieferant für den Mineralstoff Kalzium. Die tägliche Zufuhr an reinem Kalzium sollte 1000-1200 mg betragen.

Kalzium ist der häufigste Mineralstoff im Körper. Er baut unser Knochengerüst auf und ist Bestandteil von Knorpeln und Zähnen. Es ist an Muskelfunktionen, an der Übertragung von Nervensignalen und an der Blutgerinnung beteiligt.

98 Prozent des Kalziums sind im Knochengerüst eingelagert. Herrscht Kalzium-Mangel im Blut, holt der Körper es sich aus den Knochenvorräten. Bei chronischem Kalzium-Mangel kann daher das Knochengerüst brüchig werden. Kalzium-Mangel kann sich außerdem in schmerzhaften Muskelkrämpfen, Kribbeln in Armen und Beinen, Missempfindungen am Herzen, Schlafstörungen, Nervosität und allergische Hauterkrankungen äußern.


Ausreichende Kalziumzufuhr ist die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung der Osteoporose. Besonders wichtig ist sie für Kinder und Jugendliche im Wachstumsalter, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Störungen der Aufnahme im Magen-Darm-Bereich, bei Leistungssportlern, bei Frauen mit nachlassender Hormonproduktion und allgemein bei älteren Menschen.

Colecalciferol ist ein Stoff aus der Vitamin-D-Gruppe (Vitamin D3). Die tägliche Zufuhr an Vitamin D3 sollte mindestens 5 - 10 µg betragen (200 - 400 IE).

Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium in den Körper und dessen Freisetzung aus dem Knochengerüst. So steht genügend Kalzium für lebenswichtige Stoffwechselfunktionen wie Signalübertragung der Nerven und Arbeit der Muskeln zur Verfügung. Je mehr Kalzium mit Hilfe von Colecalciferol aufgenommen wird, umso mehr wird es in das Knochengerüst eingelagert und fördert Vitamin D die Knochenfestigkeit.

Vitamin-D-Mangel führt bei Kindern im Wachstum zu Rachitis. Im Knochengerüst fehlt Kalzium, es kommt zu Wachstumsstörungen, Fehlbildungen und Knochenverformung. Zudem ist die Ausbildung von Zähnen und Zahnschmelz gestört. Bei Erwachsenen nennt man das Krankheitsbild Osteomalazie - Knochenerweichung.

Vitamin D kann der Körper aus Vorstufen der D-Vitamine und Sonnenlicht selbst herstellen. Jedoch verhindern häufig geschlossene Räume und mit Kleidung bedeckte Haut die ausreichende Bildung über alle Jahreszeiten hinweg.

Einen erhöhten Bedarf an Vitamin-D haben Säuglinge, Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit und ältere Menschen.

Anwendungsgebiete

  • Calcium-Mangel
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Vitamin-D-Mangel

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
  • Während der Stillzeit darf dieses Medikament angewendet werden. Eine Medikamentenanwendung während der Stillzeit sollte jedoch generell von Ihrem Arzt entschieden werden.

Nebenwirkungen

Es sind keine bedeutenden Nebenwirkungen vorhanden.

Weitere oder mögliche Nebenwirkungen entnehmen Sie dem Beipackzettel oder informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker.

Gegenanzeigen

  • Bestimmte Krebsleiden
  • Extrem hoher Kalziumblutspiegel (hyperkalzämische Krise)
  • Nierenverkalkung
  • Schwere Nierenfunktionsstörung
  • Veranlagung zur Bildung von Nierensteinen

Wechselwirkungen

Kalziumpräparate vermindern die Aufnahme vieler anderer Arzneistoffe in den Körper, darunter Eisen, Fluorverbindungen und verschiedene Antibiotika. Magnesium, das Antiepileptikum Phenytoin und Kortison vermindern die Wirkung von Colecalciferol. Daher sollte zwischen der Einnahme anderer Medikamente und Kalziumpräparaten ein Abstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden.

Herz-Kreislauf-Medikamente aus der Gruppe der Kalzium-Antagonisten werden möglicherweise in ihrer Wirkung vermindert. Die Wirkung von Herzglykosiden wird durch Kalzium verstärkt.

Die Kombination mit Vitamin D und Entwässerungsmitteln (Thiazide) kann zu sehr hohen Kalziumwerten führen.

Während der Einnahme von Kalziumpräparaten sollte die Zufuhr großer Mengen an Milch vermieden werden.

Bei Patienten die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, sollte Colecalciferol nur vorsichtig angewendet werden.