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Simtanin 20

Wie wirkt der Inhaltsstoff?

Simvastatin senkt den Blutfettspiegel.

Zu den Blutfetten gehören das "gute" HDL-Cholesterin, das "schlechte" LDL-Cholesterin und die Triglyceride. Triglyceride und LDL sollen bestimmte Werte nicht überschreiten, der HDL sollte bestimmte Werte nicht unterschreiten. Die Blutfette sind wichtige Substanzen. So ist Cholesterin ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen und ein Grundbaustein für Hormone und Gallensäuren.

Ist der Cholesterinspiegel im Blut jedoch auf Dauer krankhaft erhöht, können schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall die Folge sein.

Der Cholesterinspiegel hängt einerseits von der Produktion des körpereigenen Cholesterins in der Leber ab, andererseits von der Cholesterinzufuhr über die Nahrung.

Bei den meisten Menschen mit zu hohen Cholesterinspiegel ist die Anlage dazu vererbt. Er entwickelt sich jedoch nicht automatisch, sondern wird durch fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht ausgelöst. Nur bei wenigen Menschen ist der hohe Cholesterinspiegel ausschließlich auf Vererbung zurückzuführen.

Simvastatin ist ein Cholesterin-Synthese-Hemmer (CSE-Hemmer). Er hemmt das Enzym HMG-CoA-Reduktase das an der Produktion von LDL-Cholesterin in der Leber beteiligt ist. Dadurch sinkt vor allem der LDL-Spiegel, aber auch die Triglyceride sinken und der HDL erhöht sich.

Anwendungsgebiete

  • Erhöhter Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie)

Packungsgrößen

  • 30 Filmtbl. (N1) 5 mg
  • 50 Filmtbl. (N2) 5 mg
  • 100 Filmtbl. (N3) 5 mg
  • 30 Filmtbl. (N1) 10 mg
  • 50 Filmtbl. (N2) 10 mg
  • 100 Filmtbl. (N3) 10 mg
  • 30 Filmtbl. (N1) 20 mg
  • 50 Filmtbl. (N2) 20 mg
  • 100 Filmtbl. (N3) 20 mg
  • 30 Filmtbl. (N1) 40 mg
  • 50 Filmtbl. (N2) 40 mg
  • 100 Filmtbl. (N3) 40 mg

Warnhinweise!

  • Vor Therapiebeginn und während der Therapie sollten die Leberwerte regelmäßig kontrolliert werden.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.
  • Erhöhte Leberwerte im Blut
  • Gallenabflussstörungen (Cholestase)
  • Lebererkrankungen
  • Muskelerkrankungen

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Gesteigerte Lichtempfindlichkeit
  • Muskelkrämpfe
  • Müdigkeit und Kopfschmerzen
  • Verstopfung (Obstipation)
  • Muskelschwäche, muskuläre Koordinationsstörungen, Muskelschmerzen und Gelenkbeschwerden
  • gastrointestinale Störungen (Übelkeit, Durchfall, Oberbauchschmerzen)
  • Blutbildveränderungen
  • Schlafstörungen
  • Erhöhte Leberwerte
  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. starke Schwellungen, Rötungen und Juckreiz der Haut, Atemnot bis hin zu Herz-Kreislauf-Versagen und Schock. In diesen Fällen sollte umgehend ein Arzt hinzugezogen werden. (Selten)
  • Muskelzerfall (Selten)

Wechselwirkungen

Simvastatin darf nicht zusammen mit Medikamenten, die das Abwehrsystem unterdrücken (Immunsuppressiva), anderen Blutfettsenkern (Fibrate, Nikotinsäure), Medikamenten gegen Pilzerkrankungen (Ketoconazol, Itraconazol), mit bestimmten Antibiotika (Erythromycin, Clarithromycin) und mit bestimmten Antidepressiva (Nefazodon) eingenommen werden, da sonst leichter Nebenwirkungen an den Muskeln (Myopathie) auftreten können.

Zusammen mit gerinnungshemmenden Mitteln (Marcumar) ist das Blutungsrisiko erhöht.

Bei gleichzeitiger Einnahme mit Digoxin erhöht sich der Digoxinspiegel im Blut.